Some experiences
and facts about panama, from German point of view, so not translated.
Es kommt doch noch ein Eintrag zu Panama, vor meiner Abreise
nach Costa Rica. Hab doch noch einiges zu erzählen..
Mein letzter Arbeitstag war super. Ich bin danach noch einmal durch
die Stadt gelaufen und habe mehr oder weniger durch Zufall all das gefunden,
was ich noch kaufen wollte vor der Abfahrt, aber in den letzten Wochen nie
finden konnte. War wieder so eine typische Situation: Wenn du was wirklich
willst, findet es dich auch.
Mein Chef meinte irgendetwas von "in ein Dorf fahren nach der
Arbeit heute", ich hab aber nicht verstanden warum und das war dann das
Gespräch. Auf dem Heimweg hab ich 2 Kolleginnen getroffen, die auf den Chef
gewartet haben. Sie haben mir (noch einmal) erklärt, dass es um ein Dorffest
geht und sie und ich vom Chef eingeladen wurden mitzukommen. Also bin ich
spontan mitgefahren. Es spielte typisch panamanische (word beschwert sich grad,
dass es panamanisch nicht gibt, hmm, naja bin ja eh bald in Costa Rica.. „costaricanisch“
kennt word aber auch net :-()
Ehmm.. Es spielte panamanische
Musik. Die Gitarren waren suuuper. De Gsang wor ehr a Gschrei! In Deitschland
dürft domit kaner auf´d Bühna. I schreib a weng im Dialegt, net dass a Freind
vo do na eintroch im netz übasetzn lässt un sich am schwanz glotscht fihlt.
Hob mers grod nochmol oghert.. also wemer net direkt voa de Box hockt glingt´s net omol soo greislich wie im zelt :-) Aber die Gitarristen sin super oder?! Das ist alles mit Akustikgitarre!
I soch scho die gonza Zeit dassma irngwos fehlt do. Mir is
ezta aufgfolln, wos is: die Lemsfreid! Des hucken olla durtn, schaua de Band
zu, die fui zo laut spült, so doss mer sich aber holt gor nimma unterholtn ko.
Kaner macht mit, kaner unerhält sich (wie a?) un jeder drinkt sei holba (ehm
0.3 dusnbier eher) und starrt voa sich hi. Do ham die deitschen echt merer Freid
auf su am Fest. Also is gonz anerschd als i´s erwart ho. Hob etz scho efters ghert dasses da eifluss vo die amis is, der recht gruß is bzw. wor do.
Hier noch ein Bild von den Kids vom Mini-Familien-Restaurant. Die sind sowas von putzig! :-)
Und noch was: wir waren letzte Woche in ner Disco/Tanzbar hier. Lief alles, von Salsa über typisch panamanischer Musik bis hin zu 70er 80er Pop und Rock. War mit meiner kolumbianischen Arbeitskollgin dort und hab ihr Discofox beigebracht. Da ham die vielleicht geklotzt hier hehe :-)
Fakten zu Panama:
Mir ist aufgefallen, dass ich noch nicht wirklich viel zu
Panama bzw. den Unterschieden zu Europa erzählt habe, hier mal eine Übersicht:
Arbeit(smoral):
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Man arbeitet viel: 6 Tage / 48 Stunden Woche
-
Es geht dabei manchmal sehr locker zu und man
sitzt einfach nur und wartet darauf, um 16.30 heim gehen zu können. ABER: Wenn
was gemacht werden muss, dann wird auch gearbeitet!
-
Es geht unbürokratischer zu.
Beispiel: Von den Büroräumen aus, geht es
aufs Männerklo. Es wurde beschlossen, dass der Durchgang und der Vorraum viel
zu groß ist und man eh einen Platz für eine Abstellkammer sucht, also wurde der
alte Durchgang zur Toilette zugemauert, zwei Wände eingezogen und nebendran die
alte Wand durchgebrochen. Alles in 2 Tagen. => Wir haben nun eine
Abstellnische von 3m² und kommen immer noch durch zum Klo. In Deutschland würde
wohl erst ein Architekt kommen und es würde ein Anbau diskutiert werden :-)
Bus:
-
kleine Stadtbuse (ca. 20Sitze), eng und alt. Es
gibt natürlich keinen Fahrplan, es kommt ca. alle 10min. einer.
-
Mein Fehler in der ersten Woche: man darf nicht
auf die Endstation schaun, die groß oben dran geschrieben ist, sondern auf den
per Hand geschriebenen Karton unten im Fahrerfenster => da fährt der Bus
aktuell hin.
-
Es gibt vorgegebene Haltestelle, man kann jedoch
jederzeit winken und der Bus hält an. Zum Aussteigen ruft man dem Fahrer zu und
er hält. Man drückt ihm 30cent in die Hand und steigt aus.
-
Es läuft die Musik oder der Radiosender mit der
Lautstärke, auf die der Fahrer gerade Lust hat.
-
Ein Fahrer bringt jeden Morgen einer Frau im
Wohnviertel meiner Arbeitsstelle die Zeitung mit. Er fährt dann mit
Schneckentempo die letzten 2 Kilometer, überfliegt dabei die Zeitung, hupt kurz
bei der Wohnung der Frau, sie springt rein, nimmt die Zeitung, zahlt, wir
fahren weiter. Stellt euch das mal bei der MVG vor haha :-)
Taxi:
-
Taxis in der Stadt fahren immer und ständig.
Fahrtkosten im Stadtbereich 1.50$ oder 2$, je nach Lust und Laune des Fahrers
für alle Mitfahrenden zusammen und jeder zahlt einzeln. Es lohnt sich das
vorher abzuklären. Ich find´s krass, wie scheinbar willkürlich hier die Preise
festgelegt werden.
-
Ich habe von der Stadtmitte (viele Taxis) zu
einer Disko auswärts von 4 auf 3$ handeln können vor Fahrtbeginn. Auf dem
Rückweg von der Disko auswärts (nur 2 Taxis!) zu Stadtmitte hat der Fahrer
gleich nur 2$ haben wollen. Muss man die Logik verstehen? Ich hätt auch 5$
gezahlt, um von dort in die Stadt zu kommen :-)
-
Taxis von meinem Arbeitsviertel (arme Gegend,
gefährlich bei Nacht) kosten nur die Hälfte. Wie man den Unterschied sieht bzw.
wem die Taxis eigentlich gehören hab ich noch nicht feststellen können.
Menschen, Mentalität:
Menschen, Mentalität:
-
Die Menschen hier scheinen sehr schüchtern zu
sein. Sie sehen dich kurz an, merken dass du Ausländer bist und lassen dich in
Ruhe. Selten grüßt oder lächelt einer, fast nie spricht dich jemand an. Das
finde ich etwas schade; bin ich von südlichen Ländern in Europa ganz anders
gewohnt (siehe Erfahrung oben)
-
Ich hab manchmal das Gefühl, die Leute haben
fast schon Angst vor mir. Ja, lacht nicht! Ernsthaft. Es gibt hier wenig, nein,
es gibt hier glaube ich keine Drogen, niemand raucht, man sieht kaum
Penner/Besoffene/.. auf der Straße. Lt. meinem Mitbewohner sind alle, die
rumlaufen wie ich: teilweise kurze Hosen, lange Haare und sogar Dreads die
typischen Penner, die es nicht oft gibt, von denen man sich aber fern hält, da
sie alle Kriminelle sind. So fühl ich mich teilweise behandelt, also ignoriert
und lieber einen Bogen drum gemacht.
-
Ähm, Thema barfuß laufen. Ich war ein paar Mal
barfuß unterwegs in der Stadt. Was in Deutschland belächelt wird oder mal mit
dem Kopf geschüttelt, ist hier ein no-go! Es läuft niemand barfuß durch die
Stadt und schon gar keine Ausländer, mit Hemd, kurzer Hose und Dreads. Es haben
mich alle Leute auf der Straße angeschaut und naja, wieder einen Bogen um mich
gemacht. Ein Mann, nicht unbedingt kleiner als ich, kam mir entgegen und was
offensichtlich erschrocken und verängstigt. Und ich habe ihn auch noch
angesprochen, um ihm nach dem Weg zum Supermarkt zu fragen. Er hat (ernsthaft!)
viel Abstand gehalten und erst als er gemerkt hat, dass ich nicht besoffen bin,
ihn nicht überfallen will und tatsächlich nur den Supermarkt suche, hat er
aufgehört ein ängstliches Gesicht zu ziehen, gelächelt und mir den Weg erklärt.
-
Hätte irgendwer gedacht, dass ICH hier der bin,
vor dem die Leute Angst haben, anstatt dass ich hier aufpassen muss, nicht
überfallen zu werden?? :-)
-
Hab mir ein Eis gekauft (großer Becher). Es gibt
nur einen Geschmack für den ganzen Becher. Ich fragte warum? Ja, ist so, sagt
der Chef. Aber aber ist doch egal, kostet doch das gleiche. Nee, darf ich
nicht. In der Hinsicht sind steilweis sturer bzw. denken eingeschränkter als
wir Deutschen.
Allerdings: Am nächsten Tag war ich wieder
dort, glaub da wars der Chef selbst. Hab ihn lieb angelächelt (glaub der war
schwul) dann hab ich 2 Sorten bekommen.. jaaa nicht nur ihr Frauen könnt das!
:-)
Sicherheit, Gefahr:
-
Nun ja, wie gesagt, so lang keine barfüßigen
Rastas kommen ist alles gut!
-
Im Zentrum ist es nicht gefährlich, total ruhig
und friedlich.
-
Es gibt Wohngegenden, von denen man sich fern
halten soll. Die Einheimischen warnen dich alle davor. Ich denke, wenn man sich
an diese Warnungen hält, ist man auf gutem Weg, dass einem nichts passiert. Das
gilt wohl für fast ganz Mittelamerika.
Essen:
-
Es gibt hier alles, von italienischer Pizza,
französischen Spezialitäten, Tapas, Gyros, Döner, Sushi, Thai Curry, …. Und
dann wach ich doch wieder auf und merke dass ich in Mittelamerika bin, es all
diese Sachen leider nicht gibt und man zwei (weiter nördlich sogar drei) Mal
täglich Reis, Bohnen und Huhn/Rind ist.
-
Wir als Europäer sind sehr, sehr verwöhnt was
essen angeht.
-
Hier gibt es tatsächlich Reis zu allem. Auch
wenn es zu Hause mal Spaghetti gibt (auf meinen Wunsch) und noch ein Pfund
davon im Kühlschrank ist, wird lieber wieder Reis zubereitet, den kennt man und
der schmeckt…
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Aber: Kochbananen! Die sollte man auch bei uns
einführen!!
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Eis: Es gibt eine Eisdiele, klingt sogar nach
einer italienischen Kette und auf dem Plakat ist eine geile Eiswaffel
abgebildet. Und dann gibt’s das Eis nur im Kaffeebecher :-)
Preise:
-
Es ist interessant, dass die Preise im
Supermarkt teilweise teurer bzw. gleich sind wie wenn an gleich essen geht.
Bier im Supermarkt: 49cent. Bier im Pub: 75cent, Eis im Supermarkt (Größe von
der Edeka-Packung für 2.99€) hier: Packung:
5$, Eis im großen Becher in der Eisdiele 0.75$, also vieles ist teurer
als bei uns, aber auf der Straße wieder aus günstig :=)
-
Sonst teuer. Wie schon gesagt, wir sind sehr
verwöhnt und wollen abwechslungsreiches Essen, das gibt´s hier auch, aber man
zahlt viel.. z.B. für (schweizer) Käse
So, das war´s nun. Heute geht es endlich los. Hab aufgrund
von akuter Faulheit in Kombination mit zu viel Feiern am Vorabend meine Abreise
aus David etwas rausgeschoben :-)
Das letzte mal,
Euer PanamaBen
David, Panama - 2012-10-02 10:15am
Das letzte mal,
Euer PanamaBen
David, Panama - 2012-10-02 10:15am
2 comments:
du hast ja diesesmal ganz vergessen auf englisch zu schreiben ;)
von dir hat man angst?? na toll und ich sag noch du sollst nicht anhalten wenn jemand auf der straße liegt. die würden doch eh schreiend von dir wegrennen :D
genieß deine zeit bruderherz =)
hab dich lieb
holaaaa hermano!!!
wo ist denn der nächste eintrag??? mach mal hinne hier, vergisst uns vor lauter streichen noch oder wie??:-P
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